Reconnect and Transform | 2018

“Reconnect and Transform”
21-29 April 2018, Georgien/Lagodekhi

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Im April 2018 fand im Lagodekhi Nationalpark in Georgien zum ersten mal ein über syn:format e.V. veranstaltetes internationales Training für 24 junge Aktivist*innen aus acht Ländern statt.

Acht Tage lang verbrachten die je drei Teilnehmer*innen aus Armenien, Deutschland, Georgien, Italien, Ungarn, der Türkei und Weißrussland zusammen am Fuß des Kaukasus, um unter dem Titel “Reconnect and Transform” über systemischen, wertebasierten Aktivismus für die sozial-ökologische Transformation zu lernen.

Basierend auf Ansätzen aus der Friedensbildung, der außerschulischen Erwachsenenbildung und dem tiefenökologischen Ansatz “the work that reconnects” von Joanna Macy fand ein experimentelles und selbstverantwortliches Lernen und Reflektieren statt. Themen waren dabei nicht nur die Analyse und das Verständnis von globalen und lokalen Symptomen einer systemischen Krise auf sozialer und Umwelt-Ebene, sondern auch das Herausarbeiten von Haltungen, Fähigkeiten und Strategien, die ein gelingendes nachhaltiges Handeln möglich machen.

Von emotionaler Intelligenz, über den Umgang mit “negativen” Emotionen wie Überforderung und Orientierungslosigkeit angesichts der zahlreichen Krisen, bis hin zu einem neuen Verständnis von Macht und den eigenen Handlungsspielräumen im Prozess des Wandels – das Training ermutigte und bestärkte die Teilnehmenden auf vielfältige Weise, zu einer positiven Entwicklung in den Problemfeldern beizutragen, die ihnen wirklich am Herzen liegen.

Die ruhige Umgebung des Nationalparks und verschiedene kreative Methoden boten dabei die Möglichkeit, in sich zu gehen, zur Ruhe zu kommen und die eigenen Werte und Visionen zu reflektieren – um dann anschließend ganz konkret in die Planung und Umsetzung eigener Projektideen zu gehen. Die Projekte der Teilnehmenden reichten dabei z.B. von einer georgischen Social-Media-Kampagne zur Frage was “gutes Leben” bedeutet, einem “Permakultur-Garten der Sinne” in Italien, Schulworkshops zu Nachhaltigkeit in Weißrussland, und einer Bildungskooperative im ländlichen Armenien. Alle Teilnehmenden unternahmen bereits während des Trainings erste Schritte zur Umsetzung ihrer Visionen.

Das Training stärkte die Selbstfürsorge, Reflektionsfähigkeit und emotionale Intelligenz der Teilnehmer*innen, zeigte nachhaltige Strategien auf, für den Wandel aktiv zu werden und förderte auch interkulturelles Verständnis und Kooperation sowie die Begeisterung und den Einsatz für Friedensbildung- und Stärkung in all ihren Dimensionen: Sich dem inneren Frieden zu widmen, den sozialen Frieden in der eigenen Gemeinschaft und interkulturell zu fördern und Wege zu finden, Natur zu schützen und zu regenerieren.

“Das Training hat mich daran erinnert, dass es nicht entweder um das Sein oder das Tun geht, sondern um die Balance von beidem: Sich wieder mit sich selbst zu verbinden, in sich schauen, um von dort aus die Welt auf eine sinnvolle Weise zu verändern. Der Titel des Trainings wurde für mich eine kraftvolle Botschaft.” (Martina aus Italien in der Evaluation des Trainings).

Der Trainingkurs wurde freundlicherweise durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert. Syn:format e.V. war hauptverantwortlich für die Konzeption, Organisation und Durchführung des Trainings – in enger Kooperation mit “Academy for Peace and Development” aus Georgien sowie den sechs weiteren lokalen Partnerorganisationen der beteiligten Länder.

Idee, Konzept , Förderantrag und Durchführung:
Raffaela Then (syn:format e.V.) | Paata Alaverdashvili (APD Georgien)